Vortrag: “Medien als identitätsstiftende Agenturen”

 

Kultur, Religion, Geschlecht – Neue Aushandlungen und Positionierungen

montags 18-20 Uhr in der Aula im SS 2016

Die Bewegungen der Flüchtenden nach Deutschland hat die hiesige Gesellschaft bewegt. Scheinbare Gewissheiten lohnen sich zu überdenken. Identitäten und Zugehörigkeiten werden (wieder) neu verhandelt über Kultur, Geschlecht oder Religion. Alte und neue politische, juristische, pädagogische und soziale Baustellen sind offengelegt und verlangen nach Revision. Die hierdurch angestoßenen Themenfelder, Integrations- und Desintegrationsprozesse, Forderungen nach Neujustierung und Umordnung sollen in Blick genommen und mehrperspektivisch an der Hochschule als diskursivem Raum nachgegangen werden.

Eingeladen sind Hochschulangehörige und alle Interessierten!

Termine und Themen:

 

18.04.    „Kultur, Gesundheit und Schutzbedürftigkeit“

Dipl. Psych. Eva van Keuk, Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge, Düsseldorf

 

02.05.    „Zur politischen Situation im Nahen Osten und der Islamisierung des Terrors durch IS“

Dr. Kemal Sido, Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Göttingen

 

09.05.    “Gewalt und Islam – Hintergründe und Auswege”

                Prof. Mouhanad Khorchide, Universität Münster

 

23.05.    „Fundamentalismus, Religion und das Paradies in der Moderne”.

Prof. Dr. Thomas Eppensstein, Erziehungswissenschaftler, EFH Bochum RWL

 

06.0321069776.    “Medien als identitätsstiftende Agenturen – soziale Netzwerke und ihre Bedeutung für die medienpädagogische Praxis”

Mustafa Doymus, Sozialwissenschaftler
13.06.    „Macht, Geschlecht und Dominanzkultur(en)“

Prof.in Dr. Hildegard Mogge-Grothjahn, Soziologin, EFH Bochum RWL

 

 

Organisation:

Brigitta Haberland

Prof.in Cinur Ghaderi

 

Eine Anmeldung ist nicht erfolgreich.

 

Rückfragen an:

haberland@efh-bochum.de

ghaderi@efh-bochum.de

Termine und Themen:

 

18.04.    „Kultur, Gesundheit und Schutzbedürftigkeit“

Dipl. Psych. Eva van Keuk, Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge, Düsseldorf

 

Flüchtlinge sind vielfachen Belastungen ausgesetzt, ein erheblicher Teil unter ihnen leidet unter Traumafolgestörungen. Gleichzeitig aber stellen sie mit den Fluchtwegen ihre Ressourcen und ihren Überlebenswillen unter Beweis. Flüchtlinge als Patient_innen, Klient_innen, Ratsuchende, – und die Institutionen des deutschen Gesundheits– und Sozialwesen machen sich auf den Weg, mit mehr und mit weniger Gegenwind. Die Psychotherapeutin des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge Düsseldorf, Eva van Keuk, gibt anhand von sehr konkreten Praxisbeispielen Einblicke in die Holpersteine der Öffnungsprozesse. Hierbei sind die gesetzlichen Grundlagen ebenso einflussreich, wie institutionelle Barrieren und transkulturelle Kompetenzen in der konkreten Interaktion. Wie kann eine gute Behandlung und Beratung von Flüchtlingen gelingen? Wo liegen Herausforderungen? Denn bei dem Thema „traumatisierten Flüchtlinge im deutschen Gesundheits – und Sozialwesen“  begegnen uns unerwartet Befremdliches und allzu Vertrautes.

 

 

02.05.    „Zur politischen Situation im Nahen Osten und der Islamisierung des Terrors durch IS“

Dr. Kemal Sido, Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Göttingen

 

Der syrisch-kurdische Historiker Dr. Kamal Sido gewährt einen Einblick in die Geschichte und die gegenwärtige Situation im Nahen Osten, mit speziellem Blick auf Syrien. Im Laufe der dortigen Konflikte sind ethnische und religiöse Minderheiten, zur Zielscheibe einer radikalisierten, von Islamisten unterwanderten Opposition geworden. Leidtragend ist vor allem die Zivilbevölkerung – schon jetzt sind bereits mehr als 200.000 Menschen getötet worden. Wird es einen Ausweg aus diesen fürchterlichen Auseinandersetzungen geben und wie kann er aussehen?

 

 

09.05.    “Gewalt und Islam – Hintergründe und Auswege”

                Prof. Mouhanad Khorchide, Universität Münster

 

In diesem Vortrag werden die islamischen Strömungen in Deutschland beschrieben mit einem Fokus auf den humanistischen Islam und mit dem Ziel Perspektiven des Miteinanders zu öffnen.

 

 

23.05.    „Fundamentalismus, Religion und das Paradies in der Moderne”.

Prof. Dr. Thomas Eppensstein, Erziehungswissenschaftler mit den Lehrgebieten Pädagogik und Theorien Sozialer Arbeit an der EFH-RWL und Forschungsschwerpunkten zur Pädagogik in der Migrationsgesellschaft

Der Beitrag erörtert Zugänge und Erklärungsmuster zur Faszination am Fundamentalismus, zu der paradoxerweise auch paradiesische Vorstellungen und Versprechen gehören, die dessen abstoßende  Phänomene zu konterkarieren scheinen. Neben Perspektiven zur Deradikalisierung von Jugendlichen geht es dabei zunächst auch um Grenzfälle des Verstehbaren: Unzumutbares Verstehen – Verstehen als Zumutung.

 

 

06.06.    “Medien als identitätsstiftende Agenturen – soziale Netzwerke und ihre Bedeutung für die medienpädagogische Praxis”

Mustafa Doymus, Sozialwissenschaftler, Ehemaliger Projektleiter des NRW-weiten
Projektes “Upload” beim jfc Medienzentrum in Köln
In diesem Vortrag geht es neben  dem Mediennutzungsverhalten von Kindern und
Jugendlichen vor allem um die vielfältigen kreativen und kritischen
Möglichkeiten in dem Umgang mit den neuen Plattformen.

 

13.06.    „Macht, Geschlecht und Dominanzkultur(en)“

Prof.in Dr. Hildegard Mogge-Grothjahn, Soziologin mit den Lehrgebieten Gender, Migration, soziale Inklusion und Beratung, EFH Bochum RWL

Angestoßen durch die Sylvester-Ereignisse in Köln, werden in der Öffentlichkeit kontroverse Debatten geführt über Zusammenhänge von Geschlecht und kultureller Identität, über die Aufgaben von Polizei und Justiz zur Prävention und Verfolgung sexualisierter Gewalt. Der Vortrag trägt zu einer soziologischen Einordnung dieser Diskurse bei, versucht eine analytische und reflexive Positionierung und stellt die Frage nach Handlungsperspektiven.”